BIM: Auf dem Weg zur reibungslosen Planung von Smart Buildings – ECLASS und buildingSMART kooperieren

Energieeffizient, automatisiert und per Klick steuerbar: Smart Buildings liegen im Trend. Doch stellt die digitale Vernetzung moderner Gebäude Elektroingenieure und Architekten vor ganz neue Herausforderungen. Nach wie vor fehlen Standards für das Building Information Modeling (BIM), die ein reibungsloses Zusammenspiel digitaler Systeme ermöglichen. Wir möchten das ändern! 

Ein gesenkter Energieverbrauch, vernetzte Geräte, maximaler Wohnkomfort. Was in der Theorie so verlockend klingt, ist in der Praxis ein äußerst komplexes Unterfangen. Das Problem: Offene Standards für den Austausch von Produktdaten fehlen. Das macht Planern das Leben schwer und die durchgehende Automatisierung von Smart Buildings bleibt vielerorts noch ein Wunschtraum.

Bereits seit mehreren Jahren engagiert sich AmpereSoft bei der Etablierung des offenen Produktdatenstandards ECLASS. Dank der Kooperation zwischen der Standardisierungsorganisation ECLASS e. V. und der buildingSMART International trägt diese Arbeit auch zur Weiterentwicklung des Building Information Modeling (BIM) bei. Ziel der gemeinsamen Bemühungen der beiden Organisationen ist es, Standards für das BIM zu etablieren. So sollen spezialisierte Akteure die Möglichkeit haben, die gemeinsame Modellierung von Gebäuden zu optimieren und somit Reibungsverluste bei Planung und Umsetzung zu minimieren. Nur auf diese Weise kann das Ziel erreicht werden, das volle Potenzial der Gebäudeautomation auszuschöpfen.

Digitales Model eines Gebäudes für das BIM
Die Anforderungen von Smart City und Smart Home treiben BIM voran

Die Optimierung des BIM-Verfahrens führt zu einer ganzheitlichen Planungsmethode, von der Bauprojekte jeglicher Art profitieren können. Wenn etwa Architekten und Ingenieure in ihren Projektentwürfen die gleiche „Sprache sprechen“ – also den gleichen Standard verwenden – lassen sich die jeweiligen Planungen unkompliziert verknüpfen. So fließen beispielsweise 3D-Visualisierungen eines Architekten medienbruchfrei mit den Projektentwürfen der Elektroingenieure zusammen. Dadurch entstehen Architektur und elektronische Vernetzung eines geplanten Gebäudes aus einem Guss.

ECLASS-Struktur optimal für BIM geeignet

Der branchenübergeordnete und international normenkonforme Datenstandard ECLASS ermöglicht die dafür nötige Klassifizierung und eindeutige Beschreibung von Produkten und Dienstleistungen. Die zugrunde liegenden Datenstrukturen, in denen von der obersten Produktkategorie bis hin zu individuellen technischen Merkmalsbeschreibungen alle Daten eines Produkts abgebildet sind, eignen sich perfekt für den Einsatz im BIM. Mehrere tausend Unternehmen weltweit setzen den Datenstandard bereits zur Klassifizierung und Beschreibung ihrer Produkte und Dienstleistungen ein.

Um die komplexen Anforderungen bei der Planung von großen Wohnbauten sowie Zweckgebäuden in den Datenstrukturen im Building Information Modeling abzubilden, wurde bei ECLASS eigens eine BIM-Taskforce für die Baubranche etabliert. Führende Unternehmen aus der Baubranche führen hier ihre Kompetenzen zusammen, um den offenen Standard weiter voranzubringen.

Das Engagement von AmpereSoft geht übrigens über die Mitarbeit bei ECLASS hinaus. So sind wir auch Teil des Forschungsprojektes „ServiceFlow“ der Professur für Technische Informationssysteme der TU Dresden. Das interdisziplinäre Forschungsteam aus Vertretern der Universität und Wirtschaft arbeitet an einer Dienstleistungsplattform, die hochspezialisierte Tools unterschiedlicher Akteure sowie Drittanbieter nahtlos in die gesamte Dienstleistungs- und Wertschöpfungskette rund um das Smart Building einbindet.